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Drucker als Sicherheitsrisiko: Warum Unternehmen ihre Drucker wie IT-Endgeräte schützen sollten

22.09.2026 | Drucker gehören in nahezu jedem Unternehmen zur selbstverständlichen IT-Ausstattung. Während Computer, Server und andere Endgeräte jedoch meist fest in bestehende Sicherheitskonzepte eingebunden sind, erhalten Drucker häufig deutlich weniger Aufmerksamkeit.

Dabei haben moderne Drucker und Multifunktionsgeräte mit den früheren, weitgehend isolierten Ausgabegeräten nur noch wenig gemeinsam. Sie sind mit dem Unternehmensnetzwerk verbunden, verfügen über eigene Firmware, interne Speicher und Administrationsoberflächen und kommunizieren teilweise mit E-Mail-, Cloud- und anderen IT-Systemen.

Genau diese Vernetzung kann den Drucker zum Sicherheitsrisiko machen. Unternehmen sollten ihre Druckinfrastruktur deshalb als festen Bestandteil der IT-Security betrachten.


Warum können Drucker zum Sicherheitsrisiko werden?

Ein moderner Multifunktionsdrucker vereint zahlreiche Funktionen in einem Gerät. Neben dem klassischen Drucken gehören dazu häufig Scannen, Kopieren, der Versand von Dokumenten per E-Mail oder die Anbindung an Cloud-Dienste und Dokumentenmanagementsysteme.

Damit benötigt das Gerät Zugriff auf verschiedene Netzwerkressourcen und verarbeitet regelmäßig Informationen, die nicht für Dritte bestimmt sind. Gleichzeitig verfügt es über eigene Software und unterschiedliche Schnittstellen.

Aus Sicht der IT-Sicherheit handelt es sich daher um ein vernetztes Endgerät, das ebenso konsequent abgesichert werden sollte wie andere Komponenten der IT-Infrastruktur.
 

Drucker sind längst vernetzte IT-Systeme

Viele Unternehmensdrucker sind dauerhaft mit dem lokalen Netzwerk verbunden. Über eine IP-Adresse lassen sie sich von unterschiedlichen Arbeitsplätzen erreichen und über eine webbasierte Oberfläche administrieren. Multifunktionsgeräte können zusätzlich Daten auf internen Speichern ablegen und mit weiteren Anwendungen kommunizieren.

Jede dieser Funktionen erfüllt einen praktischen Zweck. Gleichzeitig vergrößert sie jedoch die potenzielle Angriffsfläche des Geräts. Entscheidend ist deshalb, welche Funktionen tatsächlich benötigt werden und wie sicher das Gerät konfiguriert ist.

HP-Drucker in einem Bürogebäude mit mehreren blauen und einem roten Symbol, das die Gefahr durch einen Hacker symbolisiert.

Warum Drucker bei der IT-Sicherheit leicht übersehen werden

Bei Notebooks oder Servern gehören regelmäßige Updates, Zugriffskontrollen und Sicherheitsrichtlinien in vielen Unternehmen zu etablierten Sicherheitsmaßnahmen. Bei Druckern ist das nicht immer der Fall.

Hinzu kommen vergleichsweise lange Nutzungszeiträume. Ein zuverlässiges Multifunktionsgerät kann viele Jahre im Unternehmen eingesetzt werden. Während dieser Zeit muss jedoch auch seine Software aktuell gehalten werden.

Fehlen klare Zuständigkeiten für Firmware-Updates, Konfiguration und Monitoring, können Drucksysteme aus dem Blickfeld der IT-Security geraten.

Die wichtigsten Sicherheitsrisiken bei Druckern

Nicht jeder Netzwerkdrucker stellt automatisch eine Schwachstelle dar. Entscheidend sind unter anderem das eingesetzte Gerät, seine Konfiguration, der Softwarestand und die Einbindung in das Unternehmensnetzwerk.

Einige Risiken treten in der Praxis jedoch immer wieder auf.

Veraltete Firmware

Fehlende Updates können bekannte Sicherheitslücken offenlassen. Deshalb sollten Firmware und Sicherheitsupdates regelmäßig geprüft und installiert werden.

Unsichere Zugangsdaten

Standardpasswörter und schwache Zugangsdaten erleichtern unbefugte Zugriffe auf Drucker und deren Administrationsoberflächen.

Offene Netzwerkdienste

Nicht benötigte Schnittstellen, Ports und Netzwerkdienste vergrößern die Angriffsfläche. Aktiviert bleiben sollte nur, was tatsächlich benötigt wird.

Gespeicherte Daten

Multifunktionsgeräte können Druck-, Scan- und Konfigurationsdaten speichern. Besonders bei Austausch oder Entsorgung müssen diese Daten berücksichtigt werden.

Angebundene Dienste

Scan-to-Mail, Cloud-Dienste und weitere Schnittstellen verbinden Drucker mit anderen IT-Systemen. Fehlkonfigurationen können zusätzliche Sicherheitsrisiken schaffen.

Unsichere WLAN-Verbindungen

WLAN schafft einen zusätzlichen Zugang zum Drucksystem. Sichere Verschlüsselung, kontrollierte Zugriffe und eine korrekte Netzwerkkonfiguration sind daher entscheidend.

Druckersicherheit beginnt mit dem richtigen Überblick

Wie sicher sind Ihre Drucksysteme tatsächlich? Schwachstellen entstehen häufig dort, wo Geräte, Zugriffsrechte und Netzwerkanbindungen über Jahre gewachsen sind.

MODOX unterstützt Sie dabei, Ihre Druckumgebung ganzheitlich zu betrachten, mögliche Sicherheitsrisiken zu erkennen und geeignete Schutzmaßnahmen umzusetzen.
 

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Sind WLAN-Drucker ein besonderes Sicherheitsrisiko?

Ein WLAN-Drucker ist nicht grundsätzlich ein größeres Sicherheitsrisiko als ein kabelgebundener Netzwerkdrucker. Die drahtlose Verbindung schafft jedoch eine weitere Schnittstelle, die korrekt abgesichert werden muss.

Insbesondere in Unternehmen sollte darauf geachtet werden, dass aktuelle Verschlüsselungsstandards eingesetzt und Netzwerkzugänge kontrolliert werden. Unsichere oder unnötige WLAN-Funktionen sollten vermieden beziehungsweise deaktiviert werden.

Auch die Netzwerkarchitektur spielt eine Rolle. Drucker sollten nicht allein deshalb uneingeschränkten Zugriff auf andere Systeme erhalten, weil sie sich im selben Unternehmensnetzwerk befinden.

Für Unternehmen ist daher weniger die Frage entscheidend, ob ein Drucker per WLAN oder Kabel verbunden ist. Wichtiger ist, wie das Gerät in die Netzwerk- und Sicherheitsarchitektur eingebunden wurde.

Was passiert, wenn ein Drucker kompromittiert wird?

Die möglichen Auswirkungen hängen stark vom Gerät, der vorhandenen Schwachstelle und der Netzwerkumgebung ab. Ein kompromittierter Drucker kann jedoch mehr als nur den eigentlichen Druckprozess beeinträchtigen.

Ein Drucker in einem Büro ist von digitalen Symbolen für Sicherheits- und Hacking-Bedrohungen umgeben, im Hintergrund ist eine schemenhafte Gestalt zu sehen, die auf Cybersicherheitsrisiken für Bürogeräte hindeutet.

Je nach Angriffsszenario können Unbefugte beispielsweise auf Geräteeinstellungen oder verarbeitete Informationen zugreifen, Funktionen manipulieren oder die Verfügbarkeit des Geräts beeinträchtigen.

Besonders relevant ist die Netzwerkverbindung. Ein schlecht abgesichertes Gerät kann unter bestimmten Voraussetzungen als Ausgangspunkt für weitere Aktivitäten innerhalb einer IT-Umgebung dienen. Deshalb sollte verhindert werden, dass Drucker unnötige Berechtigungen oder Kommunikationsmöglichkeiten zu anderen Systemen besitzen.

Druckersicherheit ist damit kein isoliertes Thema der Büroausstattung, sondern ein Bestandteil der gesamten Netzwerksicherheit.

So reduzieren Unternehmen das Sicherheitsrisiko ihrer Drucker

Die Absicherung beginnt bereits bei der Auswahl und Einrichtung der Geräte. Sicherheitsfunktionen sollten nicht erst berücksichtigt werden, wenn eine konkrete Schwachstelle bekannt wird.

Unternehmen sollten insbesondere darauf achten, Firmware und Sicherheitsupdates regelmäßig zu installieren, voreingestellte Zugangsdaten zu ändern und starke Passwörter zu verwenden. Nicht benötigte Netzwerkdienste und Schnittstellen sollten deaktiviert und administrative Zugriffe auf berechtigte Personen beschränkt werden.

Ebenso wichtig ist eine kontrollierte Einbindung in die Netzwerkarchitektur. Kommunikationswege und Berechtigungen sollten sich auf das beschränken, was für den Betrieb tatsächlich erforderlich ist.

Darüber hinaus sollten Drucker in bestehende Prozesse für IT-Asset-Management, Updates und Security einbezogen werden. So lässt sich vermeiden, dass einzelne Geräte über Jahre betrieben werden, ohne dass Konfiguration und Softwarestand regelmäßig überprüft werden.

Technische Gerätesicherheit ist allerdings nur ein Teil einer sicheren Druckumgebung. Auch der Zugriff auf Druckaufträge, Dokumente und sensible Informationen muss berücksichtigt werden.

Print Security ganzheitlich denken

Eine sichere Druckumgebung entsteht nicht durch eine einzelne Einstellung. Unternehmen müssen Geräte, Netzwerkkommunikation, Benutzerzugriffe, Dokumente und Prozesse gemeinsam betrachten.

Ein ganzheitliches Print-Security-Konzept berücksichtigt deshalb den gesamten Lebenszyklus von Informationen: von der Übertragung eines Druckauftrags über die Verarbeitung im Drucksystem bis zur kontrollierten Ausgabe und dem sicheren Umgang mit den eingesetzten Geräten.

MODOX unterstützt Unternehmen dabei, bestehende Druckumgebungen zu analysieren, Sicherheitsrisiken zu identifizieren und geeignete technische sowie organisatorische Maßnahmen umzusetzen.

So wird die Druckinfrastruktur zu einem festen Bestandteil der unternehmensweiten IT-Security.

Ein Mann bedient ein Tablet neben einem modernen Drucker, wobei Symbole für digitale Sicherheit und Arbeitsabläufe an die Wand projiziert werden, die für sicheres und effizientes Drucken im Büro stehen.

Wie sicher ist Ihre Druckumgebung?

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FAQ zum Thema Drucker als Sicherheitsrisiko

Ja. Moderne Netzwerkdrucker sind vernetzte IT-Geräte und können grundsätzlich von Sicherheitslücken oder Fehlkonfigurationen betroffen sein. Mögliche Angriffspunkte sind beispielsweise veraltete Firmware, unsichere Zugangsdaten, aktivierte Netzwerkdienste oder schlecht geschützte Administrationsoberflächen. Wie hoch das tatsächliche Risiko ist, hängt von Gerät, Konfiguration und Netzwerkumgebung ab.

Unternehmen sollten unter anderem den Firmwarestand, administrative Zugänge, aktive Netzwerkdienste, Berechtigungen und die Anbindung an andere Systeme überprüfen. Nicht benötigte Funktionen sollten deaktiviert und vorhandene Sicherheitsmechanismen konsequent genutzt werden. Bei größeren Druckumgebungen empfiehlt sich eine zentrale und regelmäßige Überprüfung.

Netzwerkdrucker sind nicht grundsätzlich unsicher. Durch ihre Verbindung mit dem Unternehmensnetzwerk entstehen jedoch zusätzliche Angriffsflächen. Deshalb sollten sie wie andere vernetzte Endgeräte in das Sicherheitskonzept des Unternehmens aufgenommen und entsprechend konfiguriert, aktualisiert und überwacht werden.

Nicht zwangsläufig. Bei WLAN-Druckern kommt jedoch die drahtlose Netzwerkschnittstelle als zusätzlicher Sicherheitsfaktor hinzu. Entscheidend sind eine sichere WLAN-Konfiguration, geeignete Verschlüsselung und kontrollierte Zugriffsrechte. Wird die WLAN-Funktion nicht benötigt, kann es sinnvoll sein, sie zu deaktivieren.

Zu den wichtigsten Maßnahmen gehören aktuelle Firmware, sichere administrative Zugangsdaten, die Deaktivierung unnötiger Dienste, eingeschränkte Berechtigungen und eine kontrollierte Netzwerkanbindung. Darüber hinaus sollten Drucker in bestehende Update-, Asset-Management- und IT-Security-Prozesse integriert werden.

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